Diatonische Terzverwandte

Diatonische Terzverwandte, auch Nebendreiklänge oder Vertreter genannt, sind gegengeschlechtlich mit zwei gemeinsamen Tönen. Klänge mit gemeinsamer Großterz sind Parallelklänge, die mit gemeinsamer Kleinterz sind Gegenklänge, auch etwas unglücklich wegen der fehlenden Entsprechung in Moll „Leittonwechselklänge" (H.Riemann: Die Prime wird gegen den Leitton ausgewechselt) genannt. Stellt man sich eine unendliche Reihe des diatonischen Terzenaufbaues vor, wechseln sich Dur- und Mollklänge regelmäßig ab, oder anders gesagt: jeder Hauptdreiklang könnte von einem benachbarten andersgeschlechtlichen Klang vertreten werden.
Hugo Riemann integrierte diese Klangverwandtschaften als erster in seine (dualistische) Funktionsharmonik.

       
  Diatonischer Terzenaufbau
     
Ausdruck

Die funktionale Wertung, also ob ein Klang Gegen- oder Parallelklang ist, ergibt sich daraus, welcher Hauptdreiklang ersetzt wird.

Kadenzen mit Parallelen

       
  Parallelen - Kadenz - Dur
     

       
  Parallelen - Kadenz - Moll
     
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Kadenzen mit Gegenklängen

       
  Gegenklänge - Kadenz - Dur
     

       
  Gegenklänge - Kadenz - Moll
     
Beispiele zum Ausdrucken

Der Ausbau dieser Harmonielehre wird fortgesetzt, s. auch Chrom. Terzverwandte
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